ChaosGalaxie - Gedanken einer Kameradin

Ask me anything   Submit   Ordnung hat einen Sinn drum press ich das Chaos aus mir heraus, damit sich Ordnung finden laesst. Zeiten in denen man aus seiner Mitte verrueckt.

Der Zehn-Minuten-Gedanke zwischen Schule und Getränkemarkt.

Ich habe mal meinen Zahn neben mir auf den Nachttisch gelegt. Der macht mir Sorgen, aber wenn ich hinsehe, lächelt er und sagt dass er glücklich darüber ist ein Teil von mir zu sein. Das hätte mich fast zu Tränen gerührt. Heute ist Beachparty am Horn. Das Horn, die Se(e)uferanlage. Überall Menschen, große und kleine, auf Decken, zu viert zu fünft zu zweit. Auf grünen, blauen, roten und beigen Decken. Mit Wasserbällen, Melonen, Büchern und Zigaretten. 

Ich sitze auf einer Bank und widmete meinen heutigen Tagebucheintrag meiner Kacke. Meine Kacke, die ich bat noch zu warten, bis zum Feierabend, da wenn sie anklopft, ich sie nicht mehr wegschicken will. Um zu Hause sein zu können, wenn sie meint anwesend sein zu müssen. Seit ich Ende zwanzig bin, freue ich mich über jeden Besuch meiner Kacke, die das Licht der Welt erblicken will um mich zu erleichtern. Und heute hat sie tatsächlich gewartet, hat sich nicht verzogen, blieb da, am Türrahmen gelehnt und wartete bis ich das Besteck fertig poliert hatte.

"Warte doch bitte noch eine halbe Stunde nahe des Afters, ich bin gleich fertig und dann gehe ich nach Hause, und heiße dich willkommen."

"Gut, ich bin mir unsicher ob ich wirklich bleiben will, aber ich denke wir kriegen das hin."

"Danke Kacke du bist wunderbar!"

Kacke, made my day!

Mittlerweile verstehe ich was man meint wenn man sagt man sollte alles nur für sich tun. Vor zwei Tagen, nachts um halb zwei kam es aus dem Universum in mich hinein gefahren. Ich konnte kurz den Rückblick  auf das eigene Tun aus der Nahtotperspektive erkennen. Dabei war ich stoned und nicht nahe dem Tod. Aber es war gut, sehr erstaunlich, bin sogar fünf minuten drauf hängen geblieben damit ich´s richtig verinnerliche. 

Frag mich schon seit Tagen wann mal die übelste Storry aus mir heraus platzt. So richtig was zusammenhängendes, spannendes. Mit Höhen und Tiefen und Spannungsbögen im Lichtspektrum diversifiziert. Am liebsten was in SciencefREAktion. Dafür brauche ich etwas Benzin damit ich den Motor ankriege. Schreibender Säufer. Ich bin. 

Vielleicht aber könnte ich auch einen erotischen Streifen aus meiner Luftschlosskiste schreiben. Wieviel Sex ich schon in meinen Gedanken mit wem alles hatte. Ich könnte ja ne Sexfabel draus machen und schreiben wie der katalanische Steinbock Oriol mit einer neuseeländischen Schmetterlingsdame namens Eden an seine sexuellen Grenzen stösst. “Grenzerfahrungen im paradoxen Habitus” nenn ich das Ganze dann.

Ich klebe mir jetzt meinen Zahn wieder fest, mach mir einen Haargummi in meine herausragenden Gedanken und geh mir das Feiervolk anglotzen. Knutschen fällt aus, für einfach so knutschen bin ich zu lange raus,  aber kiffen statt Alkohol wäre eine angenehme Sache, die ich jetzt mal mache!

— Vor 1 Monat
Otto Von Schirach - Bass Low →
— Vor 1 Monat
Meine Reise

Mein Karmajahr, schon mittlerweile fast im Zenit angekommen.

Ich kann atmen. Ich atme. Ich spüre den Altlasttransport und bin süchtig nach Müll-Entleerungs-Drainage.

Ich trage eine Knospe in mir. Meine Knospe, die sich seit Stunden meines Gebärens fest wie Granit in meiner Mitte gehalten hat.

Die nie blühen konnte, da es kein Licht gab gegen welches sie ihr schönes Abbild richten konnte um sich zu öffnen.

Wo ist er? Wo ist er? Wo ist er? Wo ist er? Der Mann den ich dachte als meinen Held feiern zu können?

Fragen die ich mich fragte. Die Frage die ich mich fragte ohne zu fragen wo bin ich?

Wo bin ich? Wo bin ich? Wo bin ich wer bin ich, wann bin ich und wo finde ich mich?

Richtig oder falsch? Gab es nie, aber gab es doch. Nämlich da. Am Knackpunkt der Fragestellung.

Meine Vergangenheit? Stunden seit meines Gebärens die ich im tiefen, dunklen Wald der Unterschätzung meiner selbst verbrachte.

Pfade die ich ging, schlich, rannte. Immerzu immer dunkel, immer leise, immer angst.

Angst vor dem Alleine sein.

Was bedeutet das? Alleine sein? Nur weil Menschen um mich herum sind bin ich trotzdem alleine. Alleine mit meinen vielen Persepktien aus denen ich sehe, fühle, höre, schmecke, rieche.

Mit meinen Ängsten. Wovor hatte ich angst? Hatte ich überhaupt angst? Ja ich hatte angst. Ich hatte angst zu ertrinken in meinen selbstauferlegten Vorwürfen, welche genährt durch Umwelt.

Angst zu ertrinken im Dunkel, im Stillen zu sterben, vor meinen Eltern. Meinen geliebten Eltern, meinen beiden aus denen ich, die drei, entstand.

Ich wollte sterben, ich war ganz nah am Ende, ganz nah am Ende, an der Grenze und oftmals darüber hinaus, deswegen war es dunkel und kalt und leise. Kalt und leise, schwarz dunkel, bitter kalt und elendig leise.

Geschleppt habe ich mich. Hab mich gezwungen einen Fuß vor den anderen zu setzen und Spaghetti zu essen.

Ich hatte hunger nach mehr während ich hunger nach Tod hatte.

Ich bin durch die Hölle auf den Berg geklettert, mit mir, in Nacktheit, zerfallen. Ich hatte allerhand zu tragen, das war nicht mehr tragbar für mich ich wollte Ruhe, aber nicht sterben vor den beiden, meinen geliebten.

Keine Stille, nein Ruhe.

Ich brauchte Liebe, Liebe von einem Mann, dachte ich, dadurch ließ ich allerhand ran und rein, immerzu rein. Ich bin der Brunnen der sie alle wusch und deren Dreck ich behielt weil es das einzige war was sie mir gaben.

Stunden seit meines Gebärens habe ich diesen Dreck mit mir rumgeschleppt und dachte irgendwann es wäre mein eigener.

Jetzt bin ich froh, dass ich so lange nur mich hatte und haben werde. Ich bin sehr froh.

Es ist die Stunde null, das Jahr null, mein Karmajahr. Meine Aufgabe, meine Explosion, meine Kettensprengung, meine Freiheit, mein Gück, meine Zuversicht, mein Kanal, meine Rettung, mein Anker.

Es ist die Reise zu mir selbst, die schönste von allen, die reinste, die unschuldigste, die wundervollste, die Krönung, die Lehre, die Ruhe, die Berge, der See, die Gesundheit, die Kraft. Mein Herz, meine Knospe, sie lacht, meine Leber, sie lacht, meine Lunge lacht, meine Beine in Bewegung, meinen Arme in Bewegung, mein Herz, mein Herz, mein Herz.

Ich konnte nicht mehr, wäre ich noch weitere Stunden seit meines Gebärens auf dieser Straße gefahren wäre ich in den sicheren Tod gerast.

Ich konnte nicht mehr und ich wollte dann auch nicht mehr.

Der Brunnen. Wie konnte ich nur, wieso hab ich sie alle reingelassen? Mich füllen lassen mit kalter, dunkler Stille. Aus meinen Fentser flossen, schossen Ozeane und ich konnte doch nie alles reinwaschen.

Ich habe alles in mir zusammen genommen und die beiden die mich bildeten, haben mir mit ihrer verantwortlchen Liebe mein neues Leben gegeben. Mein neues Leben. Mein zweiter Geburtstag. Im Zeichen der Fische.

Nun steh ich hier auf dem Berg und kann atmen. Ich atme, ich spüre Luft, Licht, Liebe. Ich liebe mich, ich geb ihr eine Chance. Ich gebe mir eine Chance.

Ich kann atmen!

— Vor 1 Monat mit 2 Anmerkungen
willanimateforwine:

lack of posting explained: swallowed by computerless wilderness. My bed’s still rocking when I go to sleep.

willanimateforwine:

lack of posting explained: swallowed by computerless wilderness. My bed’s still rocking when I go to sleep.

(via chimericalcynosure)

— Vor 2 Monaten mit 47049 Anmerkungen